Sören Gebauer

medica, technik, sport, sören gebauerSeit einem halben Jahr erst sitzt der 15-jährige Sören Gebauer nach einem Freizeitunfall im Rollstuhl – und hat trotzdem wahrscheinlich schon mehr Sportarten ausprobiert als viele andere nach etlichen Jahren.

Bereits während des Aufenthalts im Bergmannsheil-Klinikum in Bochum gab es erste Versuche in Tischtennis und Basketball gemeinsam mit Eltern und Bruder und kurz nach seiner Rückkehr nach Hause begann mit dem regelmäßigen Training im Rollstuhlbasketball im TV Kleinwiedenest, wo er eine tragende Rolle in der zweiten Mannschaft spielt.

Parallel dazu – und ermöglicht durch eine ausgeprägte Spendenbereitschaft und Unterstützung der Meinerzhagener Bevölkerung – erwarb er ein Handbike und tourt seitdem häufig durch Meinerzhagen und Umgebung – teils in Begleitung des großen Vorbildes Freddy Pritzkau, teils mit Bruder Marvin.
Aus der Zeit in bochum resultiert auch eine große Liebe (und ein großes Leiden) am passiven Sport: Sören ist Anhänger und regelmäßiger Gast bei den Heimspielen des VfL Bochum in der ersten Fußballbundesliga.
Als aktiver Sportler betreibt er weiterhin regelmäßig Schwimmen, geht in den lokalen Skatepark und absolviert Krafttraining.
Zudem hat er im Winter – als ehemaliger Snowboarder – das Monoskifahren begonnen und sich nach anfänglichen Schwierigkeiten erfolgreich durchgebissen, auch ohne einen teuren Kurs zu absolvieren. Anfang lediglich in den heimischen Breiten aktiv – da ihm alle anderen Hänge viel zu steil und somit schwierig erschienen – kam der Durchbruch während eines Skiurlaubes in Mittenwald, wo er nach einigen Tagen auf dem „Idiotenhügel“ seine Furcht überwand und mit dem Ankerlift sich in die mittleren Regionen des Kranzberggebietes schleppen ließ und sich dort mit Vergnügen (und natürlich einigen Stürzen sowie einem kompletten Überschlag) in die mittelschweren Roten Pisten schlug. Da ist noch Luft nach oben für die nächsten Winter...
Die Projekte für den Sommer sind auch schon angedacht: Wasserskifahren unter Anleitung von Freddy Pritzkau und Bodyboarden in der See stehen auf jeden Fall schon fest.
Gute Aussichten also – wenn Bochum nur in der Ersten Liga bleibt.