Bereits mit 3 Jahren stand ich das erste Mal auf Skiern, mit 4 Jahren gewann ich mein erstes Rennen. Im Winter 1996 wurde durch einen schweren Trainingssturz aber mein Traum professioneller Skifahrer zu werden zunichte gemacht. Diagnose: Kompressionsfraktur von drei Wirbeln mit der Folge einer Querschnittslähmung.
Ein Leben im Rollstuhl? Nie wieder Laufen? Nie wieder Skifahren? Nie wieder Motorradfahren? Nie wieder mit einem Mädchen am Strand spazieren gehen? Da ich bis dahin keinerlei Kontakt zu Rollstuhlfahrern hatte, konnte ich mir nicht vorstellen, wie es weitergehen soll.
Doch als Sportler hatte ich gelernt Härte gegen mich und meinen Körper zu zeigen, Grenzen und den inneren Schweinehund zu überwinden. Die Härte und der Ehrgeiz so schnell wie möglich wieder aktiv am Leben teilhaben zu können halfen mir die härtesten Trainingsmonate meines Lebens mit Erfolg zu meistern. Konsequentes Training und tägliche Überstunden in der Therapie verhalfen mir zu meinem bis dahin größten Sieg: Den Alltag alleine zu meistern und meine Selbständigkeit wieder zu erlangen. Mittlerweile fahre ich im Alltag mit dem Ti 8.9 Faltrolli von Otto Bock. Er ist optisch schön, wunderbar leicht und für einen Faltrolli ziemlich stabil.
Einmal ein Sportler, immer ein Sportler – nach dem Aufenthalt im Reha-Zentrum trat ich dem Rollibasketball Team Salzburg bei. Und wie schon vor meinem Unfall wollte ich Sport nicht zum Zeitvertreib machen, sondern um zu gewinnen. Die Mannschaft wurde mehrfach Österreichischer Meister und erreichte im Europacup den sensationellen 5. Rang. Heute spiele ich Basketball aber nur als Hobby und nutze dafür einen Sportrolli von Schmiking.
Der alpine Skisport blieb aber meine große Leidenschaft. Ein Jahr nach meinem Sturz war ich wieder auf der Piste. Mehr als einmal wollte ich in den ersten Tagen alles hinschmeißen. Doch nachdem ich den Bogen raus hatte, war meine Skikarriere nicht mehr zu stoppen. Für meine rasanten Abfahrten nutze ich einen Monoski von Praschberger. Nachteile hat er keine, aber dafür viele Vorteile, so ist er z.B. sehr tauglich zum Liften und garantiert optimalen Halt durch stufenlose Rückenlehnenverstellung.
Im ersten Jahr als Rennläufer fuhr ich unter die Top Ten des Europa Cups. Seit nunmehr sechs Jahren fahre ich im Österreichische Nationalteam in der Weltspitze der Monoskifahrer mit und habe beim Weltcup und beim Europacup mehrere Rennen gewonnen. Bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City (USA, 2002) belegte ich aber leider nur zwei Mal den undankbaren 4. Platz in Abfahrt und Riesentorlauf!
Das Handbiken, anfangs nur als Konditionstraining gedacht, wurde zu meiner zweiten großen Leidenschaft während der Sommermonate. Mit meinem Bike – einer österreichischen Sonderanfertigung aus Alu (Mischung zwischen Schmiking und Sopur Shark) – wurde ich mehrfacher Sieger bei internationalen Rennen, Österreichischer Vizestaatsmeister und Weltrekordhalter. 2001 konnte ich mit Oliver Anthofer, ebenfalls erfolgreicher Paralymics-Sportler, die Strecke der „Tour de Mur“ über 340 km in nur 10 Sunden und 43 Minuten bestreiten – Weltrekord! Der Vorteil bei meinem Bike ist der gute Schwerpunkt, da ich viel in den Bergen unterwegs bin. Der Nachteil, wie bei allen Speedbikes, ist der große Wendekreis.