Friedhelm Müller

 
Friedhelm Müller1976 hatte ich einen schweren Arbeitsunfall und sitze seither im Rollstuhl, da meine unteren Extremitäten durch den Unfall komplett gelähmt sind.

1980 fing ich dann mit einer meiner großen Leidenschaften an, dem Rollstuhl-Basketball, was ich bis 1992 auch intensiv betrieben habe. Parallel dazu fing ich mit dem Rollstuhlschnellfahren an.
Rennrollstühle sind dreirädrige Sportgeräte, die über Greifringen an den Hinterrädern angetrieben werden. Der Fahrer sitzt in kauernder Stellung in dem Gerät, die Beine, so vorhanden, angewinkelt unter dem Sitz. Das einzelne Vorderrad befindet sich weit vor der Sitzeinheit und kann festgestellt werden, damit auf einer vorgegebenen Bahn spurtreues Fahren möglich ist. Eine Schaltung oder andere Übersetzungshilfen sind hier nicht erlaubt.
In dieser Sportart gelang mir 1990 die Teilnahme an den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Assen (NL) und 1994 in Berlin, wo ich beides mal die Bronzemedaille „erfahren“ konnte. 1992 war ich stolzer Teilnehmer an den Paralympics in Barcelona, wo ich in den Mittel- und Langstrecken sogar einmal Gold und einmal Bronze mit den Staffeln 4 x100 m und 4 x 400 m erringen konnte. Besondere Highlights war aber auch mein Weltrekord, die ich 1992 über 800 m Rollstuhlschnellfahren aufstellte. Meine „Karriere“ im Rennrollstuhlschnellfahren dauerte bis 1999.

Seit dem Jahr 2000 bin ich dann, wie viele andere Rennrollstuhlfahrer auch, zum Handbiken übergegangen, vergleichbar mit dem Fahrrad oder Liegerad, welches aber allein durch die Arme angetrieben wird. Für diese Sportart habe ich mir das Shark S-Handbike von Sopur mit verwindungssteifer Verbindung zur Gabel, 3fach höhenverstellbarem Kugellager und einem vielfach justierbarem, ergonomisch geformten Sitz ausgesucht. Wichtig für mich war bei dem Bike vor allem hohe Funktionalität und gute Passform – da die Firma Sopur bereits seit über 30 Jahren auf diesem Markt tätig ist, fühlte ich mich hier gut beraten und bin auch vollkommen zufrieden. Dies kommt nicht zuletzt daher, dass ich seit 20 Jahren Mitglied im Sopur-Team bin und dort engen Kontakt zu der Entwicklung von Sportrollis/bzw. Handbikes pflege.
Gleich im ersten Jahr meiner Handbike-Laufbahn nahm ich an der Deutschen Meisterschaft teil und gewann dort den dritten Platz im Rundstreckenrennen sowie im Einzelzeitfahren. In den darauf folgenden Jahren nahm ich an zahlreichen City-Marathons deutschlandweit teil. Meine Bestzeit errang ich bislang beim Bonn-Marathon mit einer Zeit von 01:15:54.

Weitere sportliche Erfahrungen habe ich auch im Wintersport, wie z.B. beim Skilanglauf im Schlitten.

Beruflich gesehen bin ich seit 1992 als Medizinproduktberater im Sanitätsfachhandel tätig. Meine Schwerpunkte liegen hier in der Beratung der Aktivrollstuhlversorgung, Handbikes (in Renn- und Alltagsversionen), elektrisches Zuggerät für den Rollstuhl und vieles mehr…
Bei der Auswahl meiner Alltagsrollstühle spielt hauptsächlich die Funktionalität eine Rolle. Der Stuhl sollte möglichst schmal und gut faltbar sein, leicht rollen und vielfältig einstellbar sein, um eine größtmögliche Mobilität zu erreichen.Meine persönlichen Favoriten sind daher der Sopur Neon und der Sopur Argon Ti. Der Sopur Neon ist der kleinste faltbare Rollstuhl seiner Klasse, während der Argon Ti das Leichtgewicht unter den anpassbaren Starrrahmen-Rollstühlen ist.
Für Spazierfahrten mit meiner Tochter und meiner Frau nutze ich hauptsächlich ein Stricker-Adaptivbike, was für den Alltagsgebrauch eher geeignet ist als das Sopur Shark.


Gerne gebe ich meine gesammelten Erfahrungen weiter. Sprechen Sie mich an!

Friedhelm Müller, Telefon: 0162/9659972, Email: friedhelm.mueller(at)medica-sport.de