tauchen

Für Behinderte bietet Tauchen die Möglichkeit einer nie gekannten Bewegungsfreiheit, verbunden mit neuem Körpergefühl und Selbstbewusstsein.

Dabei stellt Tauchen für viele auch eine Art Therapie dar, vor allem für Menschen mit Bewegungseinschränkungen und Lähmungen. Die Tragende Wirkung des des Wassers wird als angenehm und wirksam empfunden, da somit der Effekt der Behinderung zum Teil aufgehoben oder reduziert wird.
Durch den Schwebezustand im Wasser lösen sich Verspannungen, Atmung und Koordination werden gefördert und durch bestimmte Bewegungsfunktionen erfolg eine Stärkung des Muskelgewebes. Vor allem bei Spastiken hat Tauchen eine unglaublich entspannende Wirkung.

„Es ist bei Weitem nicht nur die schwerelose Fortbewegung, die Tauchen vor allem für Rollstuhlfahrer so attraktiv macht. Für Rollstuhlfahrer und Amputierte bietet Tauchen die Möglichkeit einer vorher nicht gekannten Bewegungsfreiheit, verbunden mit einem neuen Körper- und vor allem einem gesteigerten Selbstwertgefühl.“ so Dirk Wondrak, Ansprechpartner der International disabled diver associaton (IDDA).

Tauchen stellt in vielerlei Hinsicht aber ganz besondere Anforderungen an die Taucher, zum Beispiel wenn es darum geht das Gleichgewicht unter Wasser zu halten. Dafür werden bei den Betroffenen zusätzliche Gewichte angebracht, wo Fußgänger mit Muskelkraft ausgleichen können.

Da es sich beim Tauchen um eine stark integrativ geprägte Sportart handelt, wird die Gesundheit nicht nur in körperlicher und seelischer Hinsicht gestärkt, sondern auch in sozialer Hinsicht.
Sicherheit wird bei dieser Sportart ohnehin groß geschrieben. Gegenseitiges Vertrauen und die Kommunikation des Teams unter Wasser spielt dabei eine große Rolle. Berührungsängste beider Seiten werden auf diese Weise mit Leichtigkeit abgebaut.

Tauchschüler mit Handicap werden in drei verschiedene Level eingeteilt, je nach Grad ihrer Behinderung, ihren Fähigkeiten und danach, welche Art von Hilfestellung sie benötigen. Voraussetzung ist – wie für Menschen ohne Behinderung auch – eine ärztliche Tauchtauglichkeitsbescheinigung. Diese kann zum Beispiel durch eine Tiefenbegrenzung eingeschränkt sein.

Mehr Informationen zum Thema Tauchen könnt ihr entweder auf der Homepage des IDDA oder direkt bei Dirk Wondrak (Telefon 0163/2615156, Email: d.wondrak@i-d-d-a.com) erfahren.